HTA-Fauna&Flora
Allgemeines zu Nisthilfen für Vögel In der vom Menschen dominierten Umwelt hat es die freilebende Tierwelt immer schwerer einen passenden Lebensraum zu finden.  Die Vogelwelt hat es dabei besonders schwer mit den veränderten Bedingungen in der Landschaft zurecht zu kommen. Neben der knapper werdenden Nahrung finden viele Vogelarten auch immer weniger artgerechte Bruthabitate. Besonders Höhlenbrüter finden oft nur schwer geeignete Hohlräume in alten Bäumen oder in Ritzen und Schlitzen von Häusern  wo sie mit ihrer Brut beginnen können. Mehlschwalben haben eine Technik entwickelt die es ihnen ermöglicht ihre Höhlen selbst zu bauen, indem sie diese mit kleinsten Lehmportionen an die Außenwände der Häuser kleben. Aber selbst das dafür notwendige Baumaterial ist knapp. Auf den früher allgemein üblichen wassergebundenen Wegen gab es überall  Schlammpfützen mit geeignetem  Material für den Nestbau der Schwalben. Heute ist der Mensch bemüht die Verkehrswege trocken zu halten, was den Bedürfnissen der Schwalben überhaupt nicht entspricht. Inzwischen gibt es im Handel fertige Mehlschwalbennistmulden aus Holzbeton, die unter Dach- überständen angebracht werden können. Diese werden von den Schwalben  gern angenommen. Um ihren Nestbautrieb zu befriedigen verändern die Mehlschwalben oft den Einschlupfbereich dieser Höhlen mit kleinen Korrekturen nach ihrem Geschmack. Wenn Mehlschwalben beim Eigenbau an Wohnhäusern  als Neststandort den Hautürbereich oder  die Terrasse ausgesucht haben kann es wegen der Verschmutzung unter den Nestern zu Konflikten mit den Hausbewohnern kommen. Um den Schwalben eine Ausweichmöglichkeit zu bieten wurden sog. Nisttürme entwickelt , wo die Vögel ungestört abseits der Wohnhäuser brüten können. Die auf einem Stahlrohrmast ruhenden  Nisttürme  haben eine Höhe von ca. 5,00 m über Gelände,sodaß Störungen durch terristische Prädatoren  auszuschließen sind. 30  handelsübliche  Nistmulden stehen den Mehlschwalben hier zur Verfügung. Da die Mehlschwalbennester ausschließlich an der Außenfläche des Nistturmgehäuses befinden, besteht die Möglichkeit das Gehäuseinnere z.B. für Mauerseglerhöhlen oder als Sommerquartier für Fledermäuse zu nutzen. Die innere Gestaltung dafür ist mit wenig Aufwand möglich.